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Foto: Christoph Gludovacz

Petition gegen 24h-Hotel Errichtung

Wir Anrainer wehren uns gegen das kolportierte Projekt am ehem. Zielpunktgelände

Gastkommentar
Ein Beitrag von Christoph Gludovacz
Initiator der Petition gegen die Errichtung des 24h-Hotel-Projekts
Redaktioneller Hinweis
Als zivilgesellschaftliche Initiative unterstützen wir die Menschen unserer Gemeinde in Ihren Anliegen. Daher veröffentlichen wir Gastkommentare.

Am Mittwoch den 19. Februar 2020 erhielten alle Anrainer (mit Grundeigentümerschaft) des ehemaligen Zielpunktgeländes die Kundmachung zur Einladung der Bauverhandlung für die Errichtung eines Hotels mit Parkplatz und Nebengebäude. Der Termin für die Bauverhandlung ist in der Kundmachung mit 04. März 2020, 08:00 Uhr, festgesetzt. Diese Frist entspricht der gesetzlichen Mindestfrist zur Vorankündigung.

Bis zu diesem Zeitpunkt trat niemand von Seiten der Gemeinde mit den Anwohnern des ehemaligen Zielpunkt Geländes, auf welchem ein Hotelkomplex errichtet werden soll, in Kontakt, hat über das Projekt informiert oder wollte die Bedürfnisse und Meinung von Seiten der dort lebenden Menschen hören.

Nach Erhalt dieser Einladung haben daher die Anwohner von deren Recht auf Einsicht in die Pläne bei der Gemeinde Gebrauch gemacht. Schnell wurde klar, warum offensichtlich im Vorfeld nicht über das Thema mit der Bevölkerung gesprochen werden sollte: Den Ausmaßen des geplanten Hotels von 9 Metern Höhe (dreistöckig!) und 70 Metern Länge (was in etwa der 4-fachen Größe des gewerblichen Gebäudes der ehemaligen Zielpunkt Filiale entspricht), sowohl der Kapazität für ca. 200 Hotelgäste, hätte wohl niemand der dort lebenden Menschen und Familien zugestimmt.

Daher schlossen sich Anwohner (sowohl Eigentümer als auch Mieter) zusammen, um Ihre Interessen als in einer Gemeinde lebenden Menschen Anerkennung und Aufmerksamkeit zu verschaffen. Man gründete eine Bürgerinitiative zur Erstellung einer Petition. Die Anwohner sammeln nun sowohl in der direkten Nachbarschaft und betroffenen Umgebung, als auch in ganz Hornstein Unterschriften zur Unterstützung gegen dieses gewerbliche Bauvorhaben.

Erste Anlaufstelle war selbstverständlich der Bürgermeister LAbg. Mag. Christoph WOLF, M.A. (ÖVP), der trotz Terminanfrage bis heute für die Anwohner nicht für ein Gespräch zur Verfügung stand, obwohl der Termin zur Bauverhandlung unmittelbar bevorsteht. Sehr wohl stand WOLF aber den Medien zur Verfügung, wie sich aus Berichten durch die BVZ (Print-Ausgabe 09/2020) gezeigt hat.

Unterstützung und ein offenes Ohr erhielten die Familien von Vizebürgermeister Mag. Florian HOFSTETTER (SPÖ), welcher beim nächsten Treffen der Bürgerinitiative vor Ort war, um sich deren Sorgen und Einwände anzuhören, mit ihnen darüber zu sprechen und sie zu unterstützen.

Die Anwohner wendeten sich auch vertrauensvoll an die Initiative Zukunft Hornstein, die der Zivilgesellschaft zu einer Stimme in der Gemeinde verhilft. Deren Vertreter waren sofort bereit zu helfen und luden die Anwohner am selben Tag noch zu Gesprächen ein.

Ein 24-Stunden Hotel dieser Größe und alle damit verbundenen Auswirkungen auf dort lebende Menschen sowie auf ganz Hornstein hat keinen Platz inmitten eines Wohngebietes, in welchem schließlich Menschen, Familien und Kinder ihr Leben verbringen.

Der Bürgermeister sollte Gespräche auch mit den Bürgern der Gemeinde führen anstatt nur einseitig mit profitorientierten Unternehmen!

Wir sind eine Gemeinde von Menschen und Familien und kein Wirtschaftsbetrieb mit Mitarbeitern!

Daher vertraue ich darauf, dass die Gemeinde, geführt von Herrn Bgm. WOLF doch noch zur Einsicht und Vernunft kommen wird und seiner Verantwortung entsprechend für die Erhaltung des Lebensstandards der Menschen und Familien in Hornstein als Bürgermeister für seine Bürger*innen einsteht.

Wir vertrauen darauf, dass man ein derartiges, für die Bevölkerung belastendes Projekt doch noch stoppt und die Bevölkerung entsprechend über die Entwicklungen informiert!

Die Initiative Zukunft Hornstein ist ein Dialog- und Bürgerforum für die Menschen der Gemeinde Hornstein.

Wir sind ehrenamtlich engagiert und haben es uns zum Ziel gesetzt, die Entwicklungen in Hornstein zu verfolgen, darüber zu informieren, Ideen einzuholen sowie selbst einzubringen, kritisch zu hinterfragen und zur Diskussion zu stellen.

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