fbpx
Ortsschild bei der Ortseinfahrt Hornstein, kommend aus Müllendorf (Fotomontage)

Der Aufdecker

Christoph Wolf enttarnt sich selbst, als Zudecker unangenehmer Fragen

Schon wieder ein Postwurf. Christoph Wolf zündet als Chef seines Team Wolf eine „lokalpolitische Bombe“. Mit der Sprengkraft eines blind gegangenen Minikrachers. Zisch.

Die gute Nachricht: wir haben auch diesen PR-Anschlag des Teamchefs überlebt. Auch alle Haushalte.


Er selbst, Hornsteins Bürgermeister, unübersehbarer Kopf des Team Wolf, deckt auf und verschafft seinen persönlichen Gedanken Luft. Er lässt uns wissen: die IZH ist eine Partei, weil abgespalten von der SPÖ und daher – logisch – voller ehemaliger und gar in diversen Gemeinderäten aktiven Sozialdemokrat*innen. Von solchen schäume der Verein regelrecht über! Beinahe wie der damals, 2017, in der türkisen Wahlnacht frisch geköpfte Champagner, halt nur in Rosé. Wir, ein links-linker Geheimbund, allesamt enttäuscht von Mütterchen SPÖ. Zerstritten mit diesen vermeintlich unfähigen, einfallslosen und faulen Roten. Ausgebremst von den stets nach Geltung drängenden Altvorderen in der Partei. Ganz besonders jene sonor flüsternden Ex-Bürgermeister ohne „Benimm“ und Respekt vor der bürgermeisterlichen Vorsitzführung der Gemeinderatssitzungen!

So oder so ähnlich hat er es in der verschrifteten Form seiner persönlichen Gedanken „öffentlich bestätigt“. Das sitzt. Das patzt!

 

Wir möchten Sie beruhigen. Wir sind keine Partei oder Wahlliste. Sie brauchen sich nicht zu entscheiden, ob sie uns wählen. Aber werden sie Vereinsmitglied!

Seit gut drei Jahren engagieren sich Menschen in Hornstein ehrenamtlich im Verein der IZH. Was wir tun und wer wir sind, das steht seit vielen Monaten auf dieser Website.

Aber jetzt enttarnt der Team- und Ortschef einzelne Vereinsvorstandsmitglieder als ehemalige oder aktuelle SPÖ-Mandatar*innen? Es ist bedauerlich. Es wurde schlecht recherchiert. Faktencheck? Fehlanzeige. Falschinformationen wurden postalisch an alle Haushalte der Gemeinde verbreitet, nur um später den einen der begangenen Irrtümer einzuräumen. Der Redaktion des Team Wolf wäre ein Fehler unterlaufen, so heißt es. Der irrtümlich als roter Ex-Gemeinderat Enttarnte wäre der Bruder des eigentlichen linken Bruders gewesen, um ebendiesen – natürlich richtigstellend – also justament, ebenso namentlich zu erwähnen. Der Dreck fliegt. Patz!

Wahlkampf is‘. Die Spiele scheinen zu beginnen. Als Leitwolf seiner Ortspartei versucht Herr Christoph Wolf bereits sehr früh in diesem Wahljahr sein Revier zu verteidigen. Aber vor wem eigentlich? Weshalb versucht dieser eine Wolf den Menschen von Hornstein zu suggerieren, es gäbe eine neue, dritte Partei? Diese Frage muss vor dem Hintergrund dieses peinlichen, entbehrlichen und vorgeblichen PR-Unfalls des Team Wolf erörtert werden.

Tauchen wir ein in die tiefen Tiefen der Wolf’schen Lokalpolitik. Werfen wir einen Blick auf die märchenhafte Erzählung des guten Wolfs und die Spielart seiner Macht. Triggerwarnung: sie könnten enttäuscht werden.

Schlechtreden und niedermachen

Was ist passiert? Worum geht es überhaupt?

Der Bürgermeister und Teamchef der Volkspartei greift unseren gemeinnützigen Verein frontal an. Warum? Fühlt er sich in seiner bürgermeisterlichen Arbeit gestört? Naheliegend, denn zuletzt haben wir mit der Erinnerung an den Gemeinderat und den darin formulierten „Ungereimtheiten“ rund um die Kreuzscheune ernstzunehmende Fragen aufgeworfen.

In einem über alle Haushalte schwappenden Informationstsunami der Rechtfertigung, versucht der Bürgermeister seither unsere dringlichen Fragen unter den Tisch zu kehren. Diese Fragen wurden bislang keinesfalls zufriedenstellend beantwortet!

Christoph Wolfs Vorwurf gegenüber der IZH aber lautet, das „ausschließliche Schlechtreden und Niedermachen von Hornstein“.

Was meint der Teamchef damit? Ist man automatisch gegen Hornstein, wenn man die Arbeit des Bürgermeisters fragend und kritisch kommentiert? Versteckt sich die IZH gar hinter der Meinungs- und Informationsfreiheit? In des Herrn Bürgermeisters Welt scheint es so zu sein. „Ich bin die Gemeinde!“ – wurde es einem Vertreter der IZH schon im Jahr 2019 vom Bürgermeister klargemacht. Schon damals fanden wir diese Sichtweise befremdlich.

Auch von anderer Stelle wurde in dieser Sache versucht, uns, den Verein, mit einer Klagsandrohung im höheren 4-stelligen Bereich „niederzumachen“. Wir hatten so etwas erwartet. Und es ist tatsächlich passiert! SLAPP[1]SLAPP: (engl.) strategic lawsuit against public participation. Strategische Klage gegen öffentliche Beteiligung -Klagen nennt man das. Diese sind nun auch in Hornstein angekommen. Die kritische Öffentlichkeit soll mit fadenscheinigen und substanzlosen Anschuldigungen finanziell (Anwaltskosten) handlungsunfähig und so zum Schweigen gebracht werden. Bravo!

Das Orakel vom Leithaberg

Im Postwurf des Team Wolf liest man vom Dirty Campaigning der SPÖ Hornstein. Die IZH sei von dieser SPÖ abgespalten. Demnach wären wir entweder politischer Konkurrent oder eben rote Schwester.

Oder ging es Christoph Wolf vorrangig um die Provokation eines Dementi bzw. eine öffentliche Bestätigung durch die IZH selbst? War es vielleicht nur ein über die Öffentlichkeit gespielter PR-Trick um frühzeitig Gewissheit über mögliche Wahl-Kontrahenten zu erlangen? Dabei hat Herr Christoph Wolf bereits 2019 bei einem anderen Wolf, einem Vertreter der IZH, nachgefragt, wer denn von uns „was werden“ wolle? Der unsrige Wolf gab offenherzig entsprechend zur Antwort: „Wir sind zufrieden mit dem was wir sind“. Dennoch wirkt der Teamchef aktuell doch etwas nervös. Fehlt ihm das Vertrauen?

Wir halten für alle Menschen und Bürgermeister der Gemeinde fest: aktuell gibt es in Hornstein zwei politische Parteien. Scheinbar soll der Wahlkampf nicht nur gegen die oppositionelle SPÖ geführt werden. Für den amtierenden Bürgermeister, Christoph Wolf, ist die IZH in jedem Fall Opposition. Es dürfte dem Teamchef nicht so recht gefallen, wenn Andere (wir) Detailfragen zu dessen gemeindepolitischer Arbeit und Leistung stellen. Wohl deshalb wird unser Verein durch diese seinerseits märchenhaft konstruierte Abspaltung kurzerhand zur Partei gemacht. Wir erfahren per Post, wer und was wir sind. Sowas erlebt man nicht jeden Tag. Aber es steigt eben schwefeliger Dampf über den Dächern des Leithabergs auf. Man wundert sich seit Tagen. Es ist nur Christoph Wolf, der im Hauptwohnsitz der Volkspartei vor sich hin „orakelt“. Mit seinem System Wolf versucht er den Boden der politischen Arena Hornsteins auf weitere fünf Jahre zu versiegeln.

Am Ende seiner 5-jährigen Heldenreise soll sein aller schönstes Geschenk an die verspätet jubilierende Gemeinde wohl seine eigene Wiederwahl sein.

Der Held von St. Christoph

Um aktuell als „Türkiser“ in  einen Wahlkampf zu gehen, braucht es eben Chuzpe. Oder eben einen Helden. Kein Problem für den guten Wolf, wie er sich immer wieder selbst bezeichnet.

Es fehlt ihm nicht der Instinkt. Und gelernt ist gelernt – u.a. von und mit ÖVP-Parteiakademiehaberer und Jahrgangskollege (1986, bester Jahrgang!), dem Ex-, Ex-Kanzler Sebastian K. Dieser hat bekanntlich das Land verlassen um für Peter Thiel (milliardenschwerer Investor und Donald Trump-Unterstützer) zu arbeiten. Thiel hält Freiheit und Demokratie für nicht länger miteinander vereinbar. Aha. Gegen den 1-mal-Kurzzeit-Ex und Doppel-Ex-Kurzkanzler Kurz wird ermittelt, ebenso wie auch gegen aktuell 17 (?) weitere Parteikolleg*innen des Orts- und Teamchefs. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Und man muss es immer wieder sagen: natürlich gilt für alle ausnahmslos die Unschuldsvermutung. Dabei waren oder sind sie doch alle die besseren Gestalter einer noch besseren Zukunft. So wurde es erzählt und erfolgreich wahlerkämpft. Auch in Hornstein.

Flaggenführung à la Wolf

Dabei fragt man sich, ob das Team Wolf denn überhaupt noch die neue ÖVP ist. Oder die alte. Oder irgendeine? Schaut man sich den ab 4. April 2022 zugestellten Postwurf des Team Wolf genauer an, dann liest man: keine Volkspartei. Die kommt vordergründig gar nicht mehr vor. Denn die Hausmarke ist: das Team Wolf. Im kleingedruckten Impressum, da wird es schließlich offenbar: Volkspartei Hornstein. Halleluja.

Möchte der Teamchef mit seinem Rumgdruckse über die eigene Organisationsidentität gar dem trüben Fahrwasser der Volkspartei entkommen? Zumindest bis zum Wahltermin am 2. Oktober? Oder ist das gar nicht nötig? Hornsteins Sozialdemokratie läge ohnehin im Aschehaufen der 2017-er Wahl. Vermeintlich unfähige, aus der Zeit gefallene, arbeits- und leistungsunwillige Parteiapparatschiks! Profiteure diverser und alles lähmender roter Landesnetzwerke! Nein, nein. Rot, das war einmal und wird auch nimmer sein. Und jetzt – ein roter Doppler?!? SPÖ und IZH gar als Raubkopie des Erfolgsmodells schwarz/türkiser Wahllisten, neben der eigentlichen Partei? So, wie zuletzt offenbar wieder geschehen bei den Tiroler Gemeinderatswahlen, um eine de-facto-ÖVP-Mehrheit abzusichern?

Das wäre in Hornstein … ja, das wäre ein sozialdemokratischer Vollrausch mit 5-jährigem Hangover! Genauso wird es wohl sein. Aber so darf es nicht sein! St. Christoph vom Leithaberg, beschütze uns!

Biblisches Weltbild

Christoph Wolf weiß, wie er aus Kritik an seiner Politik eine Kritik an Hornstein macht. Handwerklich kann man ihm da keinen Vorwurf machen. Er weiß, dass er es kann. Aber moralisch ist es das Letzte.

Natürlich, die Moral, dieses Unding, hat auch in der harten Lokalpolitik Hornsteins keinen Platz. „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut“, steht es schon im Evangelium des Matthäus, 12:30 geschrieben. Der konservative Christdemokrat Wolf wird es wissen. Dieser biblische Leitsatz beruht auf der Annahme, dass nur diejenigen, die sich auf seine, also Christoph Wolfs Seite stellen, ihm gegenüber loyal sind. Demnach werden diejenigen, die sich weder auf seine Seite noch auf die Gegenseite (SPÖ) stellen, als illoyal wahrgenommen. So einfach kann einem die Welt erscheinen. Genauso einfach wird sie den Leuten erzählt.

Aber in einer reifen Demokratie sollte der Dialog das Mittel sein. Wer könnte es besser vorleben als der Bürgermeister? Außerdem ist da sehr viel Spielraum zwischen „Freund“ und „Feind“.

Offenbar braucht der Teamchef dieses „Freund/Feind“-Schema zur Schärfung seines politischen Profils wie einen Bissen Brot. Mit seinem nun zur Schau gestellten investigativen Talent und der angeblichen Aufdeckung der IZH als Abspaltung einer vorgeblich zerstrittenen SPÖ, bedient er sich der schwarz/weiß-Malerei. So werden Gesellschaften gespalten, andere Meinungen negiert oder verächtlich gemacht. Gemeindebürger*innen werden namentlich (!) in Postwurfsendungen vorgeführt. Bitte, wo gibt’s denn sowas? In St. Christoph am Leithaberg.

Das wirklich Rote in dieser ganzen Geschichte, ist die rote Linie, die hier überschritten wurde. Der Chef des Team Wolf suggeriert Abspaltung, dabei ist er es selbst, der Ortschef, der spaltet.

Demokratische Verständnisse

Christoph Wolf ist als Politiker und Bürgermeister eine Person des öffentlichen Lebens. Als diese ist er auch wirklich nicht zu übersehen. Er ist auch Abgeordneter zum burgenländischen Landtag. Er trägt Verantwortung. Wird er dieser mit seinem politischen Stil gerecht?

Bürger*innen der Gemeinde, der er vorsteht und die nicht seiner Meinung sind werden in der Öffentlichkeit bloßgestellt? Das ist nicht nur mies, es ist auch überaus undemokratisch. Ein Politiker muss die genaue Beobachtung seines politischen Tuns schlichtweg aushalten. Er arbeitet für die Gemeinde. Und die ist nicht er, sondern die sind wir alle. Der „Ich-bin-das-Opfer!“-Schmäh des vermeintlich „Angepatzten“ ist zu billig und trauriges Mittel eines nervös Gewordenen. Politiker demokratischer Gesellschaften müssen Meinungs- und Redefreiheit fördern, vor allem aber verteidigen!

Apropos: kürzlich wurde Österreich im jährlichen Demokratiereport des V-Dem-Instituts (Göteborg) von einer liberalen Demokratie zu einer bloßen Wahldemokratie zurückgestuft. Das bedeutet: Bürger*innen dürfen zwar ihre Stimme abgeben, aber es fehle an den Bedingungen, die eine Demokratie ausmachen! Das ist nicht nur peinlich, das sollte uns bittere Warnung sein.

Vielleicht wird dadurch deutlich, weshalb es Menschen, Bürger*innen gibt, die sich ehrenamtlich in zivilgesellschaftlichen Vereinen wie der IZH engagieren.

 


Machen Sie jetzt mit! Wir beißen nicht, wir patzen nicht an, sind weder Abspaltung, noch spalten wir. Bei der IZH geht’s eben nicht um Parteipolitik, sondern darum die Zukunft unserer Gemeinde gemeinsam im Dialog miteinander zu gestalten.

 

Fußnoten

Fußnoten
1 SLAPP: (engl.) strategic lawsuit against public participation. Strategische Klage gegen öffentliche Beteiligung

Über diese Initiative

Die Initiative Zukunft Hornstein ist ein Dialog- und Bürgerforum für die Menschen der Gemeinde Hornstein.

Wir sind ehrenamtlich engagiert und haben es uns zum Ziel gesetzt, die Entwicklungen in Hornstein zu verfolgen, darüber zu informieren, Ideen einzuholen sowie selbst einzubringen, kritisch zu hinterfragen und zur Diskussion zu stellen.

Anmelden

Anmelden